Interessantes über Island

In isländischen Ebenen gibt es überall Pferde, große Herden. Kühe sieht man auch, aber eher selten. Genau umgekehrt wie bei uns. Und stellenweise weiden man auch Schafherden.

Die Pferde sind ganzjährig im Freien, jetzt im Winter werden Heuballen dazu gefüttert, weil das Futter natürlich brauen ist. Die Ballen stellen sie einfach auf die Wiese, meistens ohne Raufe. Auch Unmengen an folierten Ballen sieht man, vermutlich Gärheu, ebenfalls für die Pferde – sonst gibt es ja kaum Nutztiere. Die Pferde sind sehr robust. Ganz anders als bei uns, wo sie teilweise behandelt und umsorgt werden, wie Schoßhündchen. Vermutlich würden es unsere Pferde eh genauso aushalten, zumindest die robusten Rassen wir z.B. die Haflinger.

Landwirtschaftlich betrachtet gibt es außer den Tieren auch noch viele Gewächshäuser, in denen ganzjährig Gemüse gezogen wird. Die werden mit Warmwasser, das aus der Erde kommt, beheizt und natürlich elektrisch beleuchtet. In der Nacht, wenn es bewölkt ist, kann man an den orange gefärbten Wolken sehen, wo die Glashäuser sind.

Die Farmen sind in der Landschaft verteilt wie bei uns, und jedes Haus hat hier auch genau wie bei uns seinen eigenen Hausnamen.

Der Straßenverkehr in Island ist sehr angenehm und man kommt ordentlich weiter. Man darf maximal 90 km/h fahren, das kann man aber auch wirklich und man wird nicht ständig bei jeder Abzweigung durch unnötige 70er oder Überholverbote behindert, wie bei uns. In den Ortschaften darf man 50 fahren. Es führen normale, breite Straße durch und vor den meisten Geschäften sind Parkflächen. Die Häuser sind nicht bis auf 10cm an die Straße heran gebaut und auch wird man nicht durch irgendwelche Verkehrsinseln behindert. Die größeren Kreuzung sind meistens Kreisverkehre. Durch diese Verkehrsgestaltung kommt man auch in den Ortschaften gut voran.[1. Bei uns wird immer mit „das ist seit Jahrhunderten so gewachsen“ argumentiert, was teilweise sicher stimmt. Aber es gibt genügend Beispiele für Neu- bzw. Umgestaltungen von Verkehrsflächen, die dann genauso verbockt werden, oder manchmal sogar noch schlechter sind, als sie vorher waren.]

Auffallend wenig LKWs sind unterwegs, wodurch sich die Frage stellt, wie die Isländer ihre Waren zwischen den Städten verteilen. Aber evtl. wäre bei uns eh auch weniger Verkehr, wenn nicht so viele Waren unnötig durch die Gegend geführt würden (Stichwort Erdäpfel waschen in Italien). Diese Arte von sinnlosem Verkehr gibt es in Island klarerweise nicht.

Das Wetter ist sehr wechselhaft zwischen stürmisch, regnerisch und windstill, sonnig. Die Temperatur schwankt so zwischen -3° und +3°. Wenn man das Wetter und den Wind am Frankenfelsberg gewöhnt ist, kann einen das nicht erschrecken, aber es durchaus nachvollziehbar, dass man das als relativ rauh empfindet, wenn man aus durchschnittlichen europäischen Siedlungen oder Städten kommt.

Unsere weiteren Erlebnisse gibt es dann im nächsten Bericht 🙂


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